Am nächsten Morgen stand Jesus vor Tagesanbruch auf und zog sich an eine einsam gelegene Stelle zurück, um dort allein zu beten. (Markus 1,35)
Geliebte Stille am Morgen.
Die laute Welt ist noch
fern von mir,
viel „Gerede um nichts“
muss ich noch nicht ertragen,
ich darf schweigen,
nicht viel sagen.
Ungeplantes ist noch nicht dran,
Die Zeit hält „etwas“ an.
Herbeigesehnte stille Zeit,
keine Schritte sind zu hören,
kein Mensch will mich stören.
Noch keine Fragen
dringen in mein Ohr,
ich muss noch nicht viel tun,
meine Seele darf
noch „etwas“ ruh`n.
Ruhen in DIR, dem der war,
der ist und der sein wird.
Still sein im Geist
und in der Wahrheit,
Gedankenversunken
in DEINEM Wort,
das da in Psalm 84,2 spricht:
„Du allmächtiger Gott,
wie sehr liebe ich es zu sein,
wo du bist – an diesem Ort.“
Der Ort ist mein Herz,
in dem DU persönlich wohnst,
meine unruhige Seele,
die DU aufgeräumt hast,
ehemaliger stockdunkler Raum,
den DU mit DEINEM
Licht durchflutet.
Ansammlung aller Sünden,
die DU vergeben,
die Quelle meines
neuen heiligen Lebens.
Geliebte Stille am Morgen,
Treffpunkt aller meiner Gedanken,
frische Reinigung meines Herzens,
ich löse und binde alles neu.
DU schenkst mir Antworten
bevor ich frag`.
Jetzt bin ich bereit
ein Segen zu sein,
an diesem neuen lauten Tag.
Die Güte des Herrn hat kein Ende, sie ist jeden Morgen neu. Darum sage ich: Herr, ich brauche nur dich! Auf dich will ich hoffen. (Klagelieder 3, 23-24)
Passt euch nicht dieser Welt an, sondern ändert euch, indem ihr euch von Gott völlig neu ausrichten lasst. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt. (Römer 12, 2)
Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. (Galater 2,20)
Juli 2026